16. Sonntag in der Trinitatiszeit, Dorfkirche Müggelheim Gottesdienst am 24. September 2023 um 10.00 Uhr mit Heiligem Abendmahl. Predigt nach vorgeschlagenen Text 10.Kapitel des Briefes an die Hebräer , die Verse 35, 36, 39. Das Zitat des Briefschreibers steht bei dem Propheten HABAKUK 2. Kapitel, die Verse 3 und 4. Nach Septuaginta vom Verfasser zitiert, der damaligen griechischen Schriftform des sogenannten Alten Testamentes.
Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.
„Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm“
Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.
Liebe Gemeinde, wer letzten Sonntag in der Kirche war oder im Fernsehen, Hörfunk, youtube u.s.w. eine Predigt zu dem Bund Gottes mit Abram gehört hat, wird sich erinnern können, was Gott zu Abram in der Offenbarung des HERRN sagt: Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.
Heute nun wird dieser Faden weiter gesponnen. Dieser Goldene Faden möchte man sagen, aus dem das Kleid des Vertrauens, des Glaubens gewebt wird. Letzten Endes hat man etwas davon, wenn man glaubt.
Dieser Lohngedanke taucht immer wieder in der Heilsgeschichte auf.
Der Glaube ist ein Schatz.
Christus, in dem alle Schätze verborgen sind (Epheser).
Abram gehört zu den Gerechten, von denen die Welt lebt, ja er wird zum Vater des Glaubens, weil er dem HERRN glaubt. Er glaubt, dass Gott, der HERR, sein großer Lohn ist.
Durch Christus sind wir ihm verbunden und mit den israelitischen Kultgemeinden in einer spirituellen Weise.
Die ersten Christen haben es gelernt bei den Propheten, die sie immer wieder zitieren wie zum Beispiel den Propheten Habakuk. Sie haben erfahren, dass der Glaube an den HERRN JESUS sich bewähren muss. Ja, auf die Probe gestellt wird, wie der Glaube Abrams, später Abrahams.
Der Briefschreiber des Hebräerbriefes erinnert die Gemeinden, für die dieser Brief geschrieben wurde, an die Anfechtungen. An die Nachteile. Und Benachteiligungen. Ja, er spricht vom großen Kampf des Leidens.
Weil sie Christus bezeugt haben.
„Ihr seid zum Schauspiel geworden.“
„Ihr habt mit denen gelitten, die gelitten haben.“
„Ihr habt Mitleid gehabt!“
„Ihr habt den Raub Eurer Güter erduldet.“
„Ja, im Heiligen Geist, mit Freuden erduldet, weil ihr wusstet, dass ihr eine bessere und bleibende Habe besitzt.
Das ewige Leben.“
„Ihr habt das durchgehalten!“ Werft Euer Vertrauen nicht weg. Die Freude im Glauben an Jesus Christus. Setzt es nichts aufs Spiel für billige Einflüsterungen. Verlasst nicht das Fundament des Glaubens und des gegenseitigen Vertrauens auf dem ihr gegründet seid: Der Opfertod des Sohnes Gottes am Kreuz, damit wir Frieden hätten.
Dazu ist Geduld nötig.
Damit wir den Willen Gottes tun können und wir so in der Verheißung leben können und sie spüren und immer wieder neu empfangen.
Und glauben können wie Abraham, dass der HERR kommt in unsere Wüste und eben macht, was krumm ist und die Dinge zurecht rückt, die wir verbockt haben.
Dass er unterwegs ist zu uns, um Recht zu sprechen, wo Unrecht herrscht und Frieden bringt, wo Unfrieden ist.
„Vielleicht ist das der eigentliche Sieg unseres Glaubens, dass wir wissen, dass es einen Richter gibt nach all den Ungerechtigkeiten, die wir in unserem Leben erfahren und erdulden.
Dass er kommt.“
In unserem Wirrwarr von Meinungen und Haltungen hat das – für mich erstaunlicher Weise – eine Frau, die meine Tochter sein könnte, mir als facebook – Nachricht mitteilen wollen: die Generalsekretärin des Kirchentages, vorher Superintendentin in Altenburg/Thüringen, Kristin Jahn. Eine Bäckertochter aus dem Altenburger Land, mit meinem Sohn in dieselbe EOS gegangen.
Ja, vielleicht gerade jetzt in unserem Rechtsstaat ist diese Erkenntnis von Gustav Heinemann so wichtig: „Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren gehen, unser Herr aber kommt!“
Dass Christus, für uns einstehen wird. Das ist das Glaubensfundament, welches im Hebräerbrief ausführlich beschrieben wird.
Wir sagen im Glaubensbekenntnis: ER KOMMT WIEDER.
Der Messias.
Warten wir auf den Heiland, dass eben wird, was krumm ist, die Tränen abgewischt werden und Freude wieder einkehrt.
„In dir ist Freude in allem Leide“, singt die Gemeinde, seit es sie gibt.
Das soll auch so bleiben.
In Jesu Namen.
Amen.