Vater, Sohn und Heiliger Geist:
Wir danken Dir, daß Du uns sprechen lehrst in Deinem Wort.
Wir danken dir, daß Du unser Gebet bist für den Tag und die Nacht.
Und die Melodie für gute und schlechte Zeiten.
Bitte und Dank
Herr, unser Gott, wir danken Dir, daß du uns Leib, Seele und Geist, Sprache und Vernunft gegeben hast und daß Du unser Lied bist, das Deinen Ruhm verkündet, damit wir in Deiner Ebenbildlichkeit leben können und sterben und mit Dir auferstehen. Kyrie eleison. –
Bitte und Dank
Herr Jesus Christus, wir bitten Dich, schenke uns Deine Liebe und Barmherzigkeit, damit Deine Kirche und Gemeinde glaubwürdig sei und wir nicht in Scheinheiligkeit und Heuchelei umkommen in der Gnadenlosigkeit der Zeit. Gib, daß Deine Ewigkeit der Grundton in unserer Lebenswirklichkeit werden kann. Und erlöse uns von allem Bösen. Kyrie eleison.-
Bitte und Dank
Heiliger Geist, wir danken Dir, daß du für uns die Gabe der Musik bereitet hast, die uns erfrischt und erneuert und Weißheit lässt, wenn wir traurig sind. Wir bitten Dich, tröste uns und schenke uns den rechten Glauben, der uns trägt und weiter hilft. Kyrie eleison.-
Bitte und Dank
Dreieiniger Gott, wir danken dir für alle Vollendung im Himmel und auf Erden durch Deine Güte und Treue zu uns. Danke für die Gewissheit, daß auch alles Fragile in unserem Leben
durch das Leiden, Sterben und Auferstehen Deines Sohnes einen Sinn bekommt. Kyrie eleison.-
Bitte und Dank
Vater wir bitten Dich für die Kinder, die in unserer Gesellschaft verwahrlosen oder verwöhnt werden zu ihrem Unglück und nicht zu ihrem Glück,- für die Eltern, die nicht mehr wissen, daß sie Deine Mitarbeiter in der Schöpfung sind,- für die Familien, die zerrissen sind. -Heile sie in Deiner Kraft und in Deinem Segen. Kyrie eleison.-
Schluß
Wir wollen uns beugen vor Dir, daß du uns aufrichten kannst.
Wir wollen vor dein Angesicht treten, damit du uns segnen kannst.
Wir wollen vor Dir bekennen, daß wir schuldig geworden sind, damit du uns freisprechen kannst. Wir wollen Dir lobsingen, damit Du uns heiligen kannst.
Ich bin dankbar dafür,
daß es uns allen so gut
geht, daß es so selbst-
verständlich ist, daß viele eine Familie, ein liebes Zuhause,
ein warmes Bett und so viele
schöne Sachen haben. –
Ich bitte Dich darum, daß jeder auf der Welt die Chance
bekommt, so ein Leben
zu führen.
Ich danke GOTT
für meine Heimat, meine
Gesundheit, meine tägliche
Nahrung und die Liebe,
die mir gegeben wird.
HERR, unser GOTT
schenke mir, daß ich
demütig und barmherzig
meinem Nächsten gegenüber
sein kann und daß andere
es auch mir gegenüber
sein können.
HERR, habe Dank,
daß Deine Barmherzigkeit
über alle unsere
Gerechtigkeit siegt!
HERR, ich danke Dir
Für Deine Güte und Barmherzigkeit
die Du meiner
Familie und mir zuteil werden
ließest.
HERR, ich bitte Dich
um mehr Gesprächsfähigkeit
der Menschen, über ihren Glauben
und ihre Glaubensbedürfnisse
mit anderensprechen zu können.
HERR, ich bitte Dich
um ein friedliches Miteinander
auf dieser unserer Welt.
Wir wollen DIR unsere Bitte
um Barmherzigkeit anvertrauen, daß wir mit uns selbst barmherzig sein können.
Wir wollen Dich bitten,
daß die Barmherzigkeit im Frieden,
den die Friedensstifter schaffen,
nie versiegt.
Wir wollen Dir danken,
daß wir dann seliggesprochen werden,
wenn wir auf den Wegen der barmherzigen Liebe gehen.
GOTT, wir wollen Dir danken, daß Du nicht ein
Konstrukteur dieser Welt bist
sondern Person
und aus Liebe und Barmherzigkeit handelst
wie Du es durch Jesus Christus bezeugt hast.
Wir danken Dir
daß Du uns Menschen nach Deinem Bilde gemacht
und uns in Freiheit die Erde und die Welt anvertraut hast.
Hilf uns, daß wir im privaten Bereich, in der Gesellschaft
und weltweit barmherzig
miteinander umgehen.

Gebet und Gedichte von Helga Rohwald+.Langjährige Mitarbeiterin der Offenen Kirche in Altenburg/Thüringen.
Trost
Rat und Hilf soll Dir werden
wenn Dein Leben sich verändert
wenn der Lebenszeit Gewänder
nicht mehr hell und froh Dich kleiden.
Wenn sich Dunkel um Dich breitet,
Düsternis den Weg verhüllt,
wenn Dein Hoffen unerfüllt:
Dann vertraue im Gebet!
Rat und Hilfe wirst Du finden;
über abgrundtiefen Gründen
wird ein Steg den Fuß geleiten,
daß nicht straucheln soll Dein Schritt.
Denn die Liebe und die Gnade Gottes
Geh`n auf allen Deinen Wegen mit.
Oh, Maria, Mutter Jesu
Stehst am Kreuze Deines Sohnes,
weinst am Holze Seiner Pein.
Geopfert hat er uns Sein Leben,
das Du freudig Ihm gegeben,
auf daß von Schuld Er uns befreih’,
Mahnung soll Sein Kreuz uns sein,
nie zu vergessen Seine Liebe,
daß zum Segen sie uns gedeih.
Du, Maria,
die dies Kind Du hast geboren,
warst erkohren es zu tragen,
es zu hüten in Deinem Leib,
warst bereit, uns den Heiland zu gebären.
Sei gegrüßet hoch in Ehren,
sei gepriesen alle Zeit!
Gebet von Helga Rohwald+
Bitte
Ein fröhliches Gemüte
gib mir mein Herr und Gott.
Schenk’s mir in Deiner Güte
und laß mich weitergeben diese Gabe,
auch anderen zur Labe.
Wir brauchen soviel Liebe
Und Kraft für’s Dasein hier.
Für aller Menschen Leben,
für Vieh und all Getier.
Herr, sei Du mit uns allen
Zu aller Tag und Nacht,
schenk Gnade uns und Segen
auf allen unsern Wegen.
Und immer wieder
gibt es ein Heute,
das ausgefüllt mit
Lebensfreude,
mit gutem Mut
und frohem Hoffen:
denn der Himmel ist offen!
Freundliche Augenblicke
Geboren inmitten des Alltags,
herausgelöst, empfunden und gelebt
in dankbarer Freude.
Freundliche Augenblicke,
die den Tag verschönen, die Auftrieb geben
der müden Seele und Kraft dem Schlaf
des Herzens. Bis in die Spitzen der Finger
pulsieren Harmonie und Lebensfreude
hinein in die Strenge des Alltags.
Freudvolle Augenblicke,
die dem Glück so nah.
Weihnacht
Schweren Fußes schreitet der Mann,
mit ihm in Hoffnung sein Weib.
Ein Esel trägt sie, die müde und bleich,
stützt ihren hohen Leib.
Ihre Zeit ist nah,
kein Herberg, kein Haus,
kein friedvoll leuchtendes Licht.
Oh Joseph, lieber Joseph mein,
der Himmel so düster, so dicht!
Doch schaut, Gottlob!,
ein trockener, kleiner Stall, sie finden
ihn endlich, welch Freude!
Denn wisset, das holde Kindelein,
es wird geboren noch heute!
Und aufleuchtend strahlt ein heller Stern,
entzündet von der Allmacht
Gottes, des Herrn,
weiset den Hirten den Weg von fern,
kündigt das heilig’ Geschehen an:
das Heil,
mitten in der Heiligen Nacht,
das neugebor’n Kindlein
hat es gebracht!
Oh, Herr,
die Kraft zu lieben,
wenn das Böse übermächtig,
laß sie uns beschieden sein!
Laß uns fügen in die wechselvollen Zeiten
und uns leiten vom Geist des Guten,
das tief in uns ruht.
Öffne Herz und Sinn uns
für die Not auf dieser Erde,
daß ein neues Leben werde
all den hartgeprüften Seelen,
die sich stählten für ein unbarmherzig Sein.
Wie der Wind die Wolken lichtet,
wie das Aug’ sich ausgerichtet
auf das Schöne dieser Welt,
laß so die Liebe in uns wohnen!
Denn das Gute, das wir tun mit Freude,
kehrt zurück zu uns.
Laß es tun uns
noch heute!
Ein Blumenteppich schmückt das Land!
Oh, holder Lenz,
dein lichter Zauber mit leichter Hand
umgibt nun neu das blühende Land.
Seht, wie Frau Sonne wieder lacht:
Hat dem Winter Garaus gemacht!
Freundlichkeiten
Wie bunte Farbtupfer sind sie,
wie kleine helle Lichter im grauen Alltag:
Ein Blumenstrauß,
ein herzliches Willkommen für den Gast.
Ein heller Gruß,
ein Lächeln,
ein wohltuendes Wort,
Mitgefühl und Trost.
Freundlichkeiten, kostbar Zuwendungen
von Mensch zu Mensch.
Aus dem Andachtsbuch der Offenen Kirche Altenburg.Herausgegeben von Margard und Michael Wohlfarth.In allen guten Buchhandlungen zu erwerben oder über die bekannten Portale. (epubli Berlin)