Tagebuch
Dienstag d. 1. Oktober. Was tun fürs Vaterland.
Stau, Stau, Stau, immer wieder fällt mir ein: Der Stau.
Kultursenator und Beauftragter STASI Berlin laden zum 1. Oktober ein zu ERINNERN OHNE ZU BELEHREN.
Fremd im eigenen Land. Deutsch. Karl-Marx-Straße, Normannenstraße. Projekt.
Nie angekommen (Brasch)
Da sind wir nun endlich um 1/2 17.00 Uhr leider immer noch Sommerzeit und nicht Normalzeit -wie von der EU versprochen- weggekommen von Müggelheim, unserem Waldort und Wildschwein-Paradies, um uns dann in den Stau zu stürzen: Rush Hour und stundenlang auf der Autobahn stehen zu bleiben. Stop and go. Abschneiden Tempelhof. Noch schlimmer in der Stadt. Verkehrswende. Wieder auf die Bahn und schließlich Abfahrt bis zur SUAREZ Straße Charlottenburg. 15 die Zahl, die wir suchen über den Türeingänge. Endlich mit Zurückfahren.
Ernst-Lammert-Institut. Ziemlich pünktlich. Studentenwohnheim. Einlass. Smarte CDU- Freunde weisen uns und wir sind erstaunt über den Platzmangel, den man uns am Telefon weissmachen wollte und nur mit Hinweis auf Staatssekretäin a.D., Kulturamtsleiterin in Altenburg bekamen wir tatsächlich die digitalen Eintrittkarten zugeschickt. Wie Theater in Pandemie. Alles geblieben. Aber keinesfalls besser als vorher. Wie gesagt die Ränge waren leer. Die zweite Reihe im Seminarraum.
CILAO und Ebert hatten schon Platz genommen. Wir auch. Kurzes Statment über die Lage. Alles gut bis auf AfD und Krieg in Suez/Ukraine.
Erinnern ohne zu belehren. Oktober. 35 Jahre ist das alles her.
Geht das überhaupt. Erinnerungskultur beinhaltet naturgemäß auch lernen, sanftes lernen gewissermaßen.
Demokratiezentrum in der Normannenstraße an Stelle der STASI-Zentrale. Der zentrale Punkt des Gesprächsabends.
Wir sind gespannt. In jeder Hinsicht.
M.W.