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Zirkus im Wald auf meinem Wackeltisch aus Ebenholz das Furnier und beschädigt. Aber der Zirkkus im Wald echt und nebenan auf der Kirchenwiese, die jetzt per Format und Adresse auf den Plakaten angegeben wird, nicht mehr als Kirchenwiese. Ich denke an CHRISTINE SUCHT DEN LIEBEN GOTT, mein Kinderbuch aus den Tagen und Nächten und Abenden und der Liebe zu Gott und dem Nächsten.

Länger her: WALD NOCH EINMAL UND IMMER WIEDER NICHT NUR DER HIER UM DIE ECKE NEIN DER IN THÜRINGEN BAYERN RHÖN UND SONST WO

NATÜLICH AUCH DER IN ITLAIEN UND SÜDTIROL

AN DER OSTSEE

AN DER NORDSEE GIBT ES KEINEN

NUR FLUT WENN DIE EBBE VERGEHT.

Seht Ihr die Leidenschaft. Die Flammen der Liebe. Es zündelt wie ein beginnender Waldbrand. ROT WIE BACKSTEIN. Nicht nur. Zinnober Rot.

Heisst es so?

UND BLAU WIE DIE FERNE.

DAS HABE ICH GELERNT VON KERSTIN HOPPE: MALERIN, DICHTERIN. Lange her. An der Ostsee, wo es auch gerade k e i n e n Wald gab. Doch, Kiefern, ganz oben, Rügen. Wenn man auf die höchste Düne am Bodden kletterte, sah man sie – und das Meer.

Seht Ihr das?

Und das Weiss?

Lasst Euch nicht stören von der Eierkiste aus Pappe. Alles ist Pappe, vergänglich. Meine Pappenreste, auf die ich Bilder bringe und aufhebe, bis sie zur Galerie werden, zur Galerie der Vergangenheit.

Kalenderblatt aus dem Jahr 2017 Binz, Goethestrasse

WENN DU AUS DEM WASSER GESTIEGEN BIST

NACHT

DIE SONNE GEHT AUF

GOLDENE BRÜCKE

GOTT

DU KANNST NICHT DARAUF LAUFEN

Wiese, Fluss und Waldberge in Bayern in Oberammergau im Ammergebirge. Das war März/April vorigen Jahres mit Sonne und Regen und Schnee auf den Bergen, vom Winter noch. Hier gerade nicht. Oder kaum zu sehen.

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Der zerschossene Wald, wie in Kriegsfilmen. Es ist das Titelbild von SPUTNIK. Es ist Russland. Es ist die Erinnerung an meinen Vater und sein Wissen um Dankbarkeit, dass er heimkehren durfte aus russischer Gefangenschaft und nicht umkam dort. Sondern im Gegenteil: Zuvorkommenheit erlebte, Johann Sebastian Bach am Morgen zum Aufstehen, Geschicklichkeit der russischen Ärztin beim Herausoperieren einer russischen Kugel, damit er gut laufen konnte. Gespräche mit Freunden, die er traf, weil sie auch in Gefangenschaft gekommen waren. Gute Gespräche für die Zukunft des Glaubens und des Lebens. Die uns Vorbild wurden.

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Goldgerahmte Bildertafel zum Aufklappen. Die Kirche in Kosma bei Altenburg von aussen und von innen zu sehen. In unserem Wohnzimmer. –

Ein Bauer erzählte mir von seinem Enkel, der in Afghanistan eine ganze Kaserne gerettet hat, weil er instinktsicher erkannt hat wer auf ihn zukommt in dem Jeep, der voll mit Sprengstoff geladen war.

Er war schnell im Schießen wie ein echter Dorfjunge, sagt sein Großvater und ist stolz auf ihn.

Schießen war damals aber eigentlich nicht erlaubt. Im öffentlichen Bewusstsein. Kann man fast so sagen.

Heute hagelt es nur so von Kriegsberichten aus allen Kriegen.

Heute wäre der Junge aus Kosma ein Held.

Damals war mehr schamhaftes Schweigen.

Wie verlogen ist das eigentlich?

Das sage ich als jemand, der für die Freiheit eingestanden ist und sie nicht verschwiegen hat in der FRIEDENSLÜGE, Kampf für den Frieden.

Es war Kampf für die Freiheit. Das hat die verschiedensten Menschen zusammen gebracht: Konservative, Progressive. Aber ich bin mutiert. Deutschland ist undankbar und feige geworden. Sie hätten den Amerikanern erklären müssen, dass es Grenzen gibt, auch für die Freiheit. Der ehemalige Oberbefehlshaber der Ukrainischen Armee hat es auch gewußt: Wir haben die Russen provoziert indem wir die Nato als Ziel in unsere Verfassung geschrieben haben.

Auch Freiheit hat ihre Grenzen: Den Frieden. Ich war nie ein so genannter Friedenspfarrer, sondern habe es ausgesprochen:Freiheit.

Jetzt spreche ich das andere Wort deutlich aus: FRIEDEN. Dafür müssen wir j e t z t kämpfen.

Dank an meine Mitstreiter in Altenburg/Thüringen von damals, dass wir das gemeinsam so sehen und nicht anfangen diesem Schwindel und der Hetze zu erliegen.

Dank an Klaus von Klaus von Dohnanyi und an seinen Gesprächspartner von Witzleben. Beide Familien sind miteinander nicht nur blutsverwandt, sondern auch in ihrem Willen zur Freiheit und zum Frieden. Auch zum Frieden mit Russland.

In Europa.

Veröffentlicht von famwohlfarthtonlinede

Jahrgang 44 Lieblingsbeschäftigung:Schreiben und Predigen.Sehnsuchtsort Ostsee. Wohnort Berlin, Heimat Thüringen. Wenn Du mir schreiben willst, bitte über michael.wohlfarth@t-online.de; https://kaparkona.blog; michael-wohlfarth.jimdo.com; michaelwohlfarth.wordpress.com

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