Danach

1. Mit DANACH ist nicht die Zeit nach 1989 gemeint, sondern die sogenannte Wende nach dem völkerrechtswidrigen Einmarsch der Truppen Russlands (Föderation) in die Ukraine. –

Wir sind unendlich traurig darüber, dass es in der Politik tatsächlich keine Dankbarkeit gibt und den Russen jetzt vorgeworfen wird: Sie hätten ja einen Vertrag aufsetzen können, worin steht: Kein Durchmarsch der NATO über die Oder, eventuell bis in die Ukraine, eventuell bis nach Georgien, eventuell… denn wir lieben die Freiheit.

Nein, sie haben keinen Vertrag aufgesetzt. Sind sie dumm oder vertrauensselig? Schmutzig und stinkend wie ein Tier?

Eine Kollegin sagte zu mir, es sei doch umgekehrt, die Tatsache, dass sie meinten Papier sei nicht nötig, zeuge doch von großem Vertrauen!?

Welches sie auf einmal gewonnen haben? – GORBATSCHOW an der Spitze.-

Ein Kollege aus dem WESTEN in der Wendezeit nach 1989 sagte zu mir:“Täuschen Sie sich nicht, Politiker sind auch nur Menschen. Politik ist viel mehr „menschlicher“ als Sie glauben. Wie der Kaffee am Morgen schmeckt, so machen sie am Abend ihre Politik. Sie sind keine Götter. Es sind Menschen! Merken Sie sich das!“ – Ich habe es mir nicht nur gemerkt, sondern ich habe gemerkt, dass er Recht hatte, der ältere Bruder im Pfarramt aus dem Westen, wo die Leute anders sozialisiert wurden und werden als im Osten.

Als ich zum Beispiel.

Und genau deshalb werfe ich der Politik-Klasse vor, dass sie nichts aus ihrer eigenen Geschichte gelernt haben in ihrer Menschlichkeit und nicht den Mut gefunden haben, den Amerikanern zu sagen, gebt den Russen die Chance, sich erst einmal selber zu finden, provoziert sie nicht. Nein, es gibt keine Dankbarkeit und scheinbar kein Vertrauen in diesem Geschäft ( s.a. Dohnanyi und von Wolzogen)

Wirklich nur Macht? Und Gier?

Haben sie im WESTEN nicht begriffen, was der KOMMUNISMUS wirklich bedeutet hat.“Die tiefste gesellschaftliche Depression, die wir je gesehen oder gehört haben. Nach dem Zusammenbruch dieser UTOPIE!“ So der Sprecher einer Christlichen Reisegruppe, die es unmittelbar nach dem gesellschaftlichen Zusammenbruch in der Sowjetunion gewagt hat, das Land zu besuchen. Und weiter:“Noch nie haben wir Situationen erlebt, in der das Wort VERTRAUEN so gefehlt hat im Sprach-und Denkschatz dieses Volkes.“ Das Erbe des Kommunismus:verheerend. Auch bei uns. Ich kann es bezeugen. Sicher nicht so – gewissermaßen hoch zehn – ausgeführt im geteilten Deutschland.

Wie hatten wir es gut?

VERTRAUEN NULL?

Aber nun haben sie ja auch gewonnen, die Russen, wie wir, nicht nur verloren. Vertrauen? Die Freiheit?

Die Priester in Russland müssen nicht mehr ihr eigenen Grab schaufeln, bevor sie erschossen werden – von hinten – und hineinstürzen. So war es nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution. Das erzählte mir der Sohn einer baltischen Pfarrersfamilie, als ich in die Berufsschule ging in Hildburghausen. Das war Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Ich wollte meine Lehre als Möbeltischler abschließen, die erweiterte Oberschule war mit verwehrt, weil unser Vater evangelischer Pfarrer war (wörtliche Begründung in der Ablehnung nach dem Antrag).-

Als ich vor zwei Jahren die verstörenden Bilder sah von der Tanzveranstaltung am Stadtrand von Moskau wusste ich: die Jugend ist wie Jugend hier. Sie tragen die gleichen Klamotten und kennen die Rhythmen. So war auch der Beginn der Wende, wenn es sie denn überhaupt gab, in der Deutschen Demokratischen Republik: wir trugen die gleichen Klamotten, hörten die gleiche Musik, wie die Jugend in der Bundesrepublik Deutschland. Die Klänge gingen über die Mauer in Berlin und anderswo.

DIE SEHNSUCHT NACH FREIHEIT WAR ES.

2. Und warum haben sie in Moskau, in Paris und anderswo hineingeballert, um so Angst und Schrecken zu verbreiten.

TERROR gleich SCHRECKEN.

Das ist die Übersetzung.

Warum? Why.

Überall ist das in englisch zu lesen. Auf den Schleifen der Kränze und Gebinde, die abgelegt wurden, gemalt auf die Stufen zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Nach dem der LKW 2016 in den Weihnachtsmarkt gesteuert wurde.

Von wem?

WARUM? Why.

Berlin, Moskau und andere Orte der Welt, Paris, England, Spanien.

Am 7. Oktober in Israel. Da war auch schon Krieg in der Ukraine. Da war schon die Wende, von Bundeskanzler Scholz ausgerufen. Die 2. Wende nach 1989. Wir bleiben bei der von 1989. Denn da hat alles begonnen. Da wurden die Weichen gestellt. Kann sein, dass das Viele gar nicht bemerkt haben oder nicht bemerken wollten.

Wer setzt hier sein Leben ein?

„Und setzet Ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein.“ Dieses Schillerzitat steht in einem sehr positiven Zusammenhang, nämlich, es geht um die Rettung eines Menschen, der ohne den Reetter ertrunklen wäre in den Fluten eines reißenden Stromes. Das hat mich ein Leben lang als Jugendpfarrer begleitet. Sich einsetzen für einen Menschen. Ja, ihn retten. Es muss um den Sinn des Lebens gehen. Ja um das Leben selber.

Wir brauchen es. Wir wollen uns einsetzen. für eine gute Sache.

Sie brauchen es auch. Ist das ein Motiv? Sie tun es. Für ALAH? Für Gott. Ihren Gott? Wer verführt sie. In welchen Moscheen? Sind das Verzweiflungstaten. Kennen wir den Koran nicht. Und wenn? Nicht wirklich? Oder sind das die Zeitgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Das Christentum ist 2000 Jahre alt. Wie alt ist der ISLAM? Ein halbes Jahrtausend jünger. Haben sie jetzt Mittelalter wie wir im Dreißigjährigen Krieg?

Kulturkampf?

Kampf der Religionen, nicht der Konfessionen. Da gibt es viele Bücher mit JA und NEIN. Aber das Problem ist nicht gelöst. Nicht für die Mütter und Väter, die ihre Töchter und Söhne verloren haben.

Bricht der Kulturkreis des weisen Nathan zusammen? Müssen wir uns Verstecke auf dem Globus suchen?-

Ich weiss es auch nicht.

Nicht nach meinen Israelreisen, nach meiner Reise in die Ukraine, in das ehemalige Ostpreussen, seit 1945 eine sowjetische/russische Enclave.

Nicht nach meinen Reisen in das Land Nicolae Ceausescus.

DANACH.Nach dem 9. Oktober 1989.

Trotz unserer Reisen in das Land, dass nie zum Balkan gehören wollte:Ungarn. DAVOR. VOR 1989.

Trotz meiner Reise auf den ATHOS vor 14 Jahren.

Ich musse es auch nicht wissen.

Ich darf das Gott anheim geben. Dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Das habe ich gelernt auf dem ATHOS. In Griechenland. In der Orthodoxie und ihrem fehlenden Aktionismus. Allerdings fällt mir doch auch wieder Friedrich Schiller ein, der Professor für Geschichte im Jena des 18./19. Jahrhunderts:Geschichte ist Weltgerichte. Und auch Leopold von Ranke, dem Begründer der modernen Geschichtswissenschaft: Alle Geschichte ist Geschichte zu Gott hin.

Und da sind wir auch wieder bei Gotthold Ephrahim Lessing, dem sächsischen Pfarrerssohn aus Kamenz und bei seiner Deutung der Ringe im Nathan, dem Weisen (Schauspiel): Jeder soll nach bestem Wissen und Gewissen seinen Glauben ernst nehmen, die Juden, die Christen, die Muslime, dann werden sie auch miteinander auskommen.

Nur halber Glaube führt zu Missbrauch und Instrumentalisierung.

Wo geschieht das? Im Alltag, in der Nachbarschaft. Im Beruf. In der S- Bahn, in der U- Bahn. Nein, das löst nicht die Probleme der Weltgeschichte, gibt nicht die Antwort darauf was ist Freiheitskampf, was ist Terror. Aber es wirft uns zurück , ja zurück, auf unsere Wurzeln, wo kommen wir her, wo gehen wir hin. Was kann ich tun unter diesen Bedingungen. Ich kann und darf mich zu meinem Glauben bekennen und daraus die Kraft schöpfen so zu handeln, dass es gut ist für mich und meinen Nächsten. In unserem Umfeld. Dann werden unsere Namen im Himmel geschrieben sein.Ich finde, das ist viel, wenn wir das schaffen. Ich wünsche es Ihnen und mir .

A DIEU

Ihr Michael Wohlfarth

Veröffentlicht von famwohlfarthtonlinede

Jahrgang 44 Lieblingsbeschäftigung:Schreiben und Predigen.Sehnsuchtsort Ostsee. Wohnort Berlin, Heimat Thüringen. Wenn Du mir schreiben willst, bitte über michael.wohlfarth@t-online.de; https://kaparkona.blog; michael-wohlfarth.jimdo.com; michaelwohlfarth.wordpress.com

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