…wo freischaffende Theologen Pfarrer mit Hakenkreuzfahnen abbilden in ihren online-Artikeln einer selbst gegründeten Digitalzeitung und stolz darauf sein dürfen auf der richtigen Seite zu stehen, wenn sie denunzieren…
…wo angeblich seriöse Kirchenzeitungen diese ungeprüfte Polemik einfach übernehmen, weil gerade Urlaub gewesen sei (eigene Entschuldigungs-Aussage) und noch andere Kirchenzeitungen zum Beispiel diesen einen Autor 8 Jahre später bitten, einen Leitartikel zu schreiben zu dem Thema: HERZ STATT HETZE.
(Die Haklenkreuzfahne wurde neben den Pfarrer aufgestellt, weil der sich erdreistet hatte zur Unzeit Vera Lengsfeld zu unterstützen (damals noch CDU). Das heißt zu unterschreiben zum Thema: Frau Merkel hatte jedes Mass verloren in Sachen Flüchtlingspolitik.
Das war 2018 – und heute??? – Es gehört zum guten Ton, sich davon zu distanzieren. Pfui Teufel.)
In einer Zeit…wo angestellte Pfarrer mit kirchlichem Hintergrund und Bildungsanspruch Herkunft und Ankunft „Andersartiger“ unwidersprochen ignorieren dürfen, als seien sie die Einzigen mit Deutungshoheit und Anspruch auf die „Erfindung“…
…wo die Leistung derer, die sich gegen die Diktatur gestellt haben infrage gestellt werden darf durch Arroganz und Ignoranz…
…wo das 4. Gebot missachtet wird…
…wo das protestantische Prinzip der Überprüfung von Texten im intellektuellen Umgang flach fällt zugunsten des schönen Klanges einer Nachricht…“das müssen Sie doch verstehen…“
da fürchte ich, geht die Wahrheit verloren. Und das ist schlimm in Zeiten der Lüge.
Michael Wohlfarth, Schulzeit von 1950 bis 1960, Tischlerzeit von 1960 bis 1964, Theater und Kirche in der Spielgemeinde Leipzig (sächsische Landeskirche) von 1964 bis 1966, Studium von 1966 bis 1971 in Berlin; heiraten, Kinder, Umzug nach Thüringen, Gemeinde-Pfarrer bis 2007.
Schwerpunkt Jugendarbeit, Bildung, Friedliche Revolution. Begleitung von Margard Wohlfarth, meiner Ehefrau, in Politik und Gesellschaft.
Ruhestand Süd-Ost-Rand Berlin. Wald und Dorf.

Danke an alle Adressaten, die bisher reagiert haben und vor allen Dingen an MARY, die gefunden hat, dass die e-books mehr hervorgehoben werden müssen wegen der Jugend, die sie lesen sollten. Da konnte ich nicht NEIN sagen.