Wochen vorher bekam ich eine Einladung aus dem Campus für Demokratie in Berlin. Und zwar für den 18. August. Weil es am 18. August 2026 fünfzig Jahre her ist, dass sich ein evangelischer Pfarrer in Zeitz vor der Michaeliskirche öffentlich selber verbrannt hat.
OSKAR BRÜSEWITZ.
Ich schrieb Herrn Dr. Booß, dem Leiter des Campus für Demokratie, dass ich leider nicht zu dem Film über Oskar Brüsewitz in die Normannenstraße kommen kann, weil ich selber an diesem Abend eine Lesung in meinem Kalender zu stehen habe.
Daraufhin antwortete er mir, dass Versehen eine Sache bekannter machen, als noch so eine gute Werbung dafür. Es sei ein Versehen gewesen:das Datum der Veranstaltung, weil sie erst am Freitag dem 10. September stattfindet.
Verständlich, dachte ich, es ging ja immerhin um den Termin 18. August 1976.
Fünfzig Jahre danach.
Jetzt.
JUST.
„Es war ja der 18. August 2026, an dem sich fünzig Jahre zurück versetzt ein evangelischer Pfarrer in Zeitz mit Benzin übergoss und anzündete!“
Sie merken, es geht mir sehr nah.
Ich rechne die Zeiten aus.

Ich selber habe am 1. Mai 1975 in Thonhausen, Superintendentur Schmölln, mein Vikariat begonnen und ich erinnere mich noch sehr genau, wie und was im evangelisch – lutherischen Konvent gesagt wurde.
Zwei Amtsbrüder wollten sich auf den Weg machen, um dabei zu sein, wenn Bruder Brüsewitz in seiner Gemeinde Rippicha beerdigt wird. Die anderen sind zu Hause geblieben. In ihren Pfarrhäusern, in ihren Familien, in ihren Gemeinden. Für die beiden, die dabei waren, war es umgekehrt. Sie konnten nur in ihren Gemeinden, Pfarrhäusern, Familien bleiben, wenn sie genau dorthin gingen, nach Rippicha in Sachsen-Anhalt. Sie waren dann nicht die Einzigen, die dabei waren.
Eben solche, die es nicht ausgehalten hätten, wenn sie nicht gegangen wären, waren gekommen. Aus der ganzen DDR, ob evangelisch oder katholisch.
Alle haben aufgehorcht, was auf den Schildern stand.

„Ohne Regen, ohne Gott geht die ganze Welt bankrott“.
„Die Anbringung eines Kreuzes aus Leuchtstoffröhren an seiner Kirche machte ihn einerseits beliebt und führte zu beispiellosem Kirchenbesuch in seiner Gemeinde, beschwor aber andererseits zunehmend Konflikte mit staatlichen Stellen. Zudem lehnten ihn einige der Amtsbrüder wegen seiner unkonventionellen Methoden ab.
1976 legte die Kirchenleitung Brüsewitz nahe, die Pfarrstelle zu wechseln, um einen Neuanfang zu ermöglichen.
Am 18. August 1976 stellte er vor der Michaeliskirche in Zeitz zwei Plakate auf das Dach seines Autos, auf denen er den Kommunismus anklagte:
„Funkspruch an alle – Funkspruch an alle – Wir klagen den Kommunismus an wegen Unterdrückung der Kirchen in Schulen an Kindern und Jugendlichen“
„Funkspruch an alle – Funkspruch an alle – Die Kirche in der DDR klagt den Kommunismus an! Wegen Unterdrückung der Kirchen in Schulen an Kindern und Jugendlichen“
Anschließend übergoss er sich mit Benzin und zündete sich an. Die Aktion dauerte nur kurz; die Plakate wurden rasch von Staatssicherheitsmitarbeitern weggerissen und der schwer verletzte Brüsewitz anschließend abtransportiert. Am 22. August 1976 erlag er den Verbrennungen im Bezirkskrankenhaus Halle-Dölau, ohne dass ihn seine Familie dort besuchen durfte.[8] Dem Chefarzt sagte er noch vor seinem Tod, dass seine Tat eine „politische Aktion“ gewesen sei.

In seinem Abschiedsbrief betonte Brüsewitz, nicht Selbstmord begangen, sondern als berufener Zeuge einen Sendungsauftrag erfüllt zu haben. Er klagte über den „scheinbaren tiefen Frieden, der auch in die Christenheit eingedrungen“ sei, während „zwischen Licht und Finsternis ein mächtiger Krieg“ tobe……
Am 26. August 1976 wurde Brüsewitz in Rippicha beerdigt, sein Grab befindet sich hinter der Kirche Rippicha auf dem Friedhof. Obwohl der Termin der Beisetzung nicht veröffentlicht worden war, erschienen rund 400 Personen aus allen Teilen der DDR. Die Trauerfeier stand unter scharfer Beobachtung. Die Zufahrtswege nach Rippicha wurden an diesem Tag von der Volkspolizei und zivilen Kräften der DDR-Staatssicherheit überwacht. Kritische Auslandsberichterstattung sollte vermieden werden“.(Auszug aus WIKIPEDIA)

Wer in der DDR gelebt hat kann nachvollziehen, was Oskar Brüsewitz erlebt hat. Wer dort in die Schule gegangen ist als Kind gläubiger Eltern. Und als Vater und Mutter, die nicht wussten, was aus ihrem Kind werden sollte mit seinen Begabungen, wenn es nicht zur Jugendweihe ging und vielleicht noch nicht einmal das blaue Halstuch trug oder das FDJ-Hemd.
„Kann sich Euer Land das leisten, solche Begabungen zu übergehen. Kann sich Euer Land das leisten?“, fragte uns eine liebe Freundin aus der Volksrepublik Ungarn, von ihrer geschichtlichen Herkunft her Niederländerin, die mit Albrecht Friedrich in Ungarn verheiratet war, ein ehemaliger Kommilitone in Berlin aus Sachsen-Anhalt.
Wir hatten ihr auf dem Boden unseres Pfarrhauses in Thonhausen die Tier-Malerei unseres ältesten in Berlin geborenen Sohnes Sebastian gezeigt.
Unser Land war eben kein Land, sondern die Deutsche Demokratische Republik, der sozialistische Teil eines nach dem 2. Weltkrieg geteilten und amputierten Landes.
Und wenn es ein Land war mit eigenem Nationalstolz, dann war es Terror, geistiger Terror, der dieses Land letzten Endes zusammenhielt. Deshalb diese riesigen Gebäude, dieser Campus nahe der heutigen Frankfurter Alle, ehemals STALINALLEE, mit Adresse NORMANNENSTRASSE und bekannt gemacht worden DURCH DEN SCHÖNEN NAMEN MAGDALENA. DER TITEL EINES ROMANS VON JÜRGEN FUCHS. Denn nach Osten begrenzt die MAGDALENENSTRASSE dieses Gebiet mit der ehemaligen Untersuchungs-Haftanstalt für politische Gefangene, auch heute noch baulich zusammenhängend mit dem Amtsgericht Lichtenberg. Aber die Zentrale der STASI war das eher unscheinbare Haus mit einem flach gewinkelten Dach in der Mitte dieses beschriebenen Ost-Berliner Viertels, das wir gefunden haben, meine Frau und ich nach langem Suchen und Fragen im Aussengelände und im Hauptgebäude der Staatsicherheit, wo heute das Unterlagen – Archiv untergebracht ist.


„Wegen der Unterdrückung der Kirchen in Schulen an Kindern und Jugendlichen!“
Ich selber bin zu meinem 80. Geburtstag vom Freistaat Thüringen rehabilitiert worden als „Opfer des sozialistischen Regimes“ (OTon der Rehabilitationsurkunde). Ich durfte nicht die erweiterte Oberschule in Ilmenau besuchen mit der schriftlichen Begründung: Beruf des Vaters – Pfarrer (Stützerbach/Ilmenau, Bezirk Suhl).
Nun haben wir endlich den Saal gefunden in der ehemaligen Zentrale des MfS. Im ersten Stock. Alles wie DDR. Aristokratisch bronzen. Bonzen, ach ja die BONZEN. Museum, alles? Nichts verändern. Kann man den Schrecken, den Terror, zum Museum machen?
Ich erinnere mich auch so. Ich muss nicht sehen, an welchen vergoldeten Tischen Erich Mielke gesessen hat. Oder schafft es das Museum gar, dem Ganzen den Schrecken zu nehmen?-
Bronzen das Hauptgebäude mit dem schimmernden Glanz der tausend Tür- und Fensterrahmen, das war uns schon aufgefallen, als wir im Hof herumirrten. Meine Frau sagt bei solchen Gelegenheiten : Ich bin verwirrt.
Nun hatten wir das Hauptgebäude im Rücken mit der Erinnerung an den ersten Kirchentag des Kirchenbezirkes Lichtenberg 2025 auf diesem GELÄNDE, als wir die Freitreppen hinaufstiegen und den Leiter fragten: sind wir hier richtig.
Dr. Booß.
„Ja“-
Ich meine NEIN, denn es war nur er da als Kontrolleur in der letzten Reihe. Nein, tatsächlich, im grossen Saal, wo sonst die Vollversammlungen des Ministeriums stattfanden, die Berichte vielleicht gegeben worden sind, da, ganz vorne saßen ein Paar. Schön, waren wir nicht alleine zur KINOVORFÜHRUNG OSKAR BRÜSEWITZ ab 17.00 Uhr.
Wir setzten uns in die 20. Reihe, rechts. Aber dann sprang ich auf, rannte nach vorn und tippte der Dame auf die Schulter. Sie drehte sich zu mir – und erkannte mich nicht.
„Michael Wohlfarth aus Thonhausen!“
„Ah“, jetzt stand auch der Mann mit auf von seinem Kinositz.
„Wir kennen uns auch.“
Renate umarmt mich.
„Wie geht es Euch?“
„Komm mit, wir sitzen weiter hinten.“
Sie begrüßt Margard.
„Wie geht es Dir?“
Sie hatte natülich gehofft, dass es uns mindestens so gut ginge wie ihr. Nehme ich an. Ich erzählte ihr etwas ohne Weglassung der schlimmen Bruchstellen.
„Das tut mir leid.“
„Kommt doch mit nach vorn!“
Wir taten es und setzten uns in die zweite Reihe.
Jetzt sassen vier Menschen vorne rechts. Im Laufe des Abends kamen noch welche dazu. ZUR TALKRUNDE BRÜSEWITZ WAREN ES DANN VIELLICHT INSGESAMT ZWANZIG, also nach dem Film. – Ich muss nachtragen: zu Beginn des Filmes waren es mit uns nicht nur fünf, sondern sechs Menschen. Der den Film steuerte, der Filmvorführer muss ja mitgezählt werden.
Ich erinnere mich auch so. Ich muss nicht sehen, an welchen vergoldeten Tischen Erich Mielke gesessen hat. Oder schafft es das Museum, dem Ganzen den Schrecken zu nehmen?
Also, dann war es so weit. Der Film ging zu Ende. Die Protagonisten wurden auf die Bühne gerufen, obwohl der Amtsbruder von heute, der neben Renate sass protestierte, die Arme weit auseinander riss und rief: „Aber das ist ja entsetzlich Ihr da oben, wir hier unten. Kommt doch herunter zu uns, wir setzen uns in einen Stuhlkreis und hören zu. „Nein, nein“, rief Dr. Boss, wir ziehen das jetzt durch wie wir es geplant und angedacht haben. Er und Prof. Schröder waren allein auf der Bühne und jeder hatte sein Mikrofon krampfhaft umklammert, denn es war grotesk. Da unten die Wenigen, da oben Boß und Schröder.
„Aber bitte, Renate komm doch hoch.“ Sie war extra angereist aus dem Süden Deutschlands, um ihre Sicht kund zu tun zu dem Fall Brüsewitz als ZEITZEUGIN IN JENA. „Wie habt Ihr in Jena das Ganze empfunden?“
„Ja, wir waren in der berühmten Jenaer JG-Mitte und haben sofort an Jan Pullach gedacht, den Studenten in Prag, der nicht durchs Feuer ging, aber im Feuer aufging wie einst Jan Hus.“
Ich flüsterte meiner Frau in s Ohr: wie die Mönche in Tibet, um gegen die Willkür der KP Chinas zu protestieren.
Prof. Schröder erläuterte die näheren Umstände, wie er sie sah. Er hat sich damals als junger Pfarrer dagegen verwahrt, Oskar Brüsewitz zu verunglimpfen und durch die DDR-Presse zu schleifen ob nun SED oder CDU(Ost). Das war schon mutig. Es gab aber noch viel schärfere Töne in dem Orchester, dass Oskar Brüsewitz in Schutz nahm.

Eben hat mir ein Pfarrerssohn aus Mitteldeutschland erzählt, wie sein Vater reagiert hat in einem Brief an die Kirchenleitung. Ich habe ihn gefragt, ob ihm das noch ein Begriff sei BRÜSEWITZ.

Der professorale Rahmen auf der Bühne des Campus für Demokratie war hilfreich. Man musste sich nicht aufhalten mit Detaillefragen. Die galten als geklärt. Durch die Autorität des Systematikers.
Doch nach einer Stunde merkte ich, dass es genug war, wir hatten immerhin als einziges wirkiches Publikum FILM UND GESPRÄCH BIS DAHIN MITERLEBT und wollten jetzt nach Hause, weil wir müde waren auch von diesen ganzen Themen. Nicht lebensmüde, sondern wirklich müde durch Krankheit und Pflege gleichermassen. Das wird wohl jeder/jede verstehen. Auch Renate aus Nürnberg, ehemals Berlin Humboldtuniversität, dann Jena Stadt-Mitte Junge Gemeinde, dann Pfarrstelle in Nöbdenitz nahe bei Thonhausen. – Wir hofften, sie erhaschte uns noch mit einem Blick in s Publikum. Aber der Scheinwerfer war wohl zu hell. Wir winkten. Niemand winkte zurück. ALso gingen wir. Verliessen den Saal. Stiegen die Stockwerkstreppe hinab und waren froh, wieder auf der Freitreppe zu stehen. In der Wirklichkeit. Die Abendsonne spiegelte nicht die bronzenen Metallrahmen der Fenster und Türen im gegenüberliegenden Hauptgebäude der STASI. Es war dunkel geworden und wir waren froh wieder im VW zu sitzen und nach Hause zu fahren. Es war eine Erfahrung. Nicht die ERSTE DIESER ART: die gähnende LEERE. Neulich in Altenburg auf dem Marktplatz war es ebenso. Noch mehr, es fing schon an damit im Dezember 89, dass sich niemand mehr wirklich interessierte.
Als wir am Abend des Mauerfalls von Berlin nach Hause fuhren, wohl unwissend, was da gerade geschah, wunderten wir uns, warum die Schlange diesmal nicht vor der Kirchentür zu finden war, sondern vor dem Polizeigebäude, wo es die Passierschein gab.
Unsere Söhne klärten uns auf: Warum seid Ihr nicht auf dem K damm?
K damm?
Ja, K Damm, die Mauer ist heute nacht gefallen. die Schranken gingen hoch.

Bei einer Schülerdiskussion sagte ich zu diesem Punkt: Besser zu Hause bleiben und fernsehen, als nach Berlin fahren und sich engagieren in d e r Hugenottenkirche Berlin, wo de Maiziere aus dem Hut gezaubert wurde.
Hohes Lied der Liebe.
1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts.
3 Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte / und wenn ich meinen Leib opferte, um mich zu rühmen, / hätte aber die Liebe nicht, / nützte es mir nichts.
4 Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf.
5 Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach.
6 Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit.
7 Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand.
8 Die Liebe hört niemals auf. / Prophetisches Reden hat ein Ende, / Zungenrede verstummt, / Erkenntnis vergeht.
9 Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden;
10 wenn aber das Vollendete kommt, / vergeht alles Stückwerk.
11 Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war.
12 Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
13 Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
(In der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift.)

Paulus, der große Theologe im Judentum und im Christentum gleichermassen hat dieses Lied eingeflochten in seinem 1. Brief an die Korinther. Eine sehr lebendige Gemeinde in der Hafenstadt Korinth ist das: DIE KORINTHER. Eine Gemeinde, die er gegründet hat. Lebendig, ja, aber auch auffällig. Anfällig für alles Mögliche, was auf den Markt kam. Vers 3 war mir gegenwärtig in dieser Zeit. Es war ja eine Anfangszeit. Und dann die Selbstverbrennung Nachbarkonvent in der damaligen provinz-sächsischen Kirche. In der Ausbildung in Sachen Katechetik war mir dieser Vers eine grosse Hilfe: Dass es um die Liebe Gottes geht, die ausgegossen ist in unser Herz durch Jesus Christus, unseren HERRN. Die Dialektik und Ästhetik des Paulus in den Dingen der Schönheit des Glaubens.
Ich habe nichts ignoriert.
Ich habe es sogar gewusst.
Ich habe es erfahren, wie viele andere auch, den Terror und den Schrecken. Wenn Du merkst: Du kannst nichts machen, Du hast keinen Handlungsspielraum.
Wie hat Jesus es im Johannesevangelium zu uns gespochen: „Ich lebe und ihr sollt auch leben“.
Paulus und Johannes, die beiden großen Theologen im Neuen Testament, haben mir geholfen, mit diesem Ereignis umzugehen und meinen Weg als angehender Pfarrer weiter zu gehen. Mit den Motiven der Spirituals, die ich liebe und singe, mit einem biblischen Menschenbild, dass der Realität des Menschen, meiner eigenen Realität, gerecht wird.
Mit dem Wissen um Sünde und Schuld und Vergebung.
Und in einem rationalen Sinn damit, dass Bruder Brüsewitz zum Chefarzt der Klinik, in die seine Familie nicht kommen durfte, auf dem Totenbett sagen konnte: Es war ein politischer Protest.
Dann hat Renate Recht mit dem brennenden Pullach in Prag.
Wie Jan Hus.
Lassen wir es stehen, aber ich darf wiederholen:Ich kann alle meine Äcker verkaufen und meine Häuser, die ich habe; ich kann mich selber opfern. Aber wenn die Liebe fehlt, wenn ich sie nicht habe, ist alles nichts. Mit dem Apostel. dem Lehrer der Völker: AMEN. AMEN. AMEN.
