
Glocke, Orgel, Begrüßung durch KÄ
Lied als Pfingstbitte:
Nun bitten wir den Heiligen Geist EG 124 1-4
Zwischen den Lesungen Turmbau zu Babel und Abschiedsreden 135 1-3
Nach Credo 135 4 – 5
Nach Pr. 135 6 – 7
Nach Abkü. 221 1 – 3
Nach Aben. 136 1,2,5
Fürbitte nach Taize
Segen
AMEN, AMEN, AMEN
Musik
Uns allen einen gesegneten GD!

Ich möchte Euch heute an Hand eines Pfingstprogramms für eine Dorfkirche in Berlin, Süd-Ost erklären, was ein Gottesdienst ist. Wir gehen Schritt für Schritt vor an Hand dieser Mitteilung an die Organistin. Leider ist aus unserer Zusammenarbeit nichts geworden, weil ich in der Woche vor Pfingsten einen Infekt eingefangen habe, der mich und auch meine Frau zwang, alles abzusagen, was vorlag. Eben auch diese Vorlage, auf die ich mich gefreut hatte, weil Pfingsten ein besonderes Fest ist, nämlich der Geburtstag der Kirche. Nicht irgend einer Kirche irgendwo und irgendwie, sondern der Kirche, an die ich glaube und das in jedem Gottesdienst bestätige und bekenne, eben mit dem Glaubensbekenntnis, dem CREDO.
In Martin Luthers KATECHISMUS ist das der 3. Artikel des Zweiten Hauptstückes, überschrieben mit DER GLAUBE.
Der Trost für mich, wenn ich gar nicht einverstanden bin mit dem, was gerade in meiner Kirche oder in meiner Gemeinde passiert an Dingen, die ich nicht nachvollziehen kann: Ich glaube an die Kirche Jesu Christi und nicht z.B. an eine Landeskirche, die mich gerade mal wieder geärgert hat.
Ja, das steht im Glaubensbekenntnis und tröstet mich sehr oft: Ich glaube an den Heiligen Geist und die christliche Kirche. Interessant für mich zu lesen, dass der Kirchenvater Augustinus als hochgebildeter Philosoph gerade diesen Aspekt für so wichtig hielt. Er verachtete eben nicht die Kirche als Institution, sondern im Gegenteil: er hat sie als sein Haus begriffen, als das Haus und die Heimat, die der Heimatlose, der geistig Obdachlose sucht und findet, wenn er sich nur auf den Weg macht. Er hat sich auf den Weg gemacht und die Stimme gehört: Nimm und lies. Aber nicht, um zu zersetzen, sondern aufzubauen. Er wollte ein Dach über dem Kopf. Einen Schutzmantel. Deswegen ist er zum Kirchenvater geworden im Frieden und im Krieg. Jetzt wisst Ihr, warum ich gerade den 3. Artikel in unserem christlichen Glaubensbekenntnis so schätze und liebe. Mehr noch:warum er mir Trost und Halt ist in aller Verwirrung der Zeiten. Er ist eine höhere Ordnung, die trotz aller Unordnung, trotz allem Krieg und Kampf darauf hinweist, dass wir nicht verloren sind.
Schlagt den Katechismus Martin Luthers auf im Gesangbuch auf und buchstabiert ihn: Die Zehn Gebote. Das Glaubensbekenntnis. Das Vaterunser. Die Taufe. Das Heilige Abendmahl. Die Beichte. Alle Stücke kommen in jedem Gottesdienst vor. Oder es wird darauf Bezug genommen. Diesmal nun besonders: Die Heiligung. Der Heilige Geist, der Kirche und Gemeinde möglich macht. Und zwar so verbindlich, dass daraus eine Wirkmächtigkeit wird – auch und gerade für die Welt. Auch für die böse Welt.
Nun zu den Stichworten oben: Zum Gottesdienst als solchem ist schon einiges gesagt, zu Pfingsten im Allgemeinen auch. Dass es ein Sonntag ist? Auf russisch:BOSKRESSENIE d.i. AUFERSTEHUNG. Anno 2026. Wir können auch sagen im Jahr des HERRN. ANNO DOMINI. Ein Jahr voller Kriege und Leid auf den Schlachtfeldern, in den Häusern, die getroffen werden von Drohnen und Bomben. Ein schlimmes Jahr mit der Verspottung der Menschen, die Hoffnung hatten, dass es Frieden gibt. Und da Pfingsten feiern? Gerade!!!

GLOCKE
Jede Glocke ruft zum Gebet. Deswegen wird sie geläutet oder angeschlagen, wie in den Bergen des Athos im Morgengrauen. Das Gebet hält die Welt. Das wissen die Mönche. Das weiss die Gemeinde. Es hält die Kirche und die Gemeinde zusammen. Und auch die Gesellschaft und auch ein Volk. Selbst, wenn sie es nicht wissen. Gerade dann, denn Gott läßt die Sonne scheinen über Gerechte und Ungerechte, lässt es regnen ebenso.
Die Glocke ist ein Instrument, es hilft zu erinnern, zu bitten und zu danken – und sich zu versammeln zur Gemeinschaft der Heiligen (Glaubensbekenntnis).

ORGEL
Die Orgel ist wirklich ein Instrument. Es stammt aus Griechenland und Wasser spielte dabei eine grosse Rolle. Von der Antike kam es in die christliche Antike und gilt heute als die Königin der Instrumente. Ich kannte einen Orgelbauer aus Leipzig, der nannte sozusagen zwangsläufig seine Frau Königin. Musste er ja. Jedenfalls wenn er von ihr sprach. Wahrscheinlich hatte sie das SAGEN im Haus. – Kann man auch von der Orgel sagen in der evangelischen Kirche. Wenn nichts geht. Sie geht. Sie wird verwöhnt. Erneuert. Modernisiert. Keine Kosten sind zu hoch. – Luther, wird berichtet, war von der Orgel nicht begeistert. Sie war ihm zu laut. Und in der Tat als Kreisjugendpfarrer und Stadtjugendpfarrer hat sie mich immer mehr an Disco erinnert. Oder – wenn der Orgelkult mir auf die Nerven ging. – Da werden die Ästheten nachdenklich. – Zu den Folklorefesten in Rudostadt/Thüringen kamen Norweger mit einem unheimlichen Instrument. Ihre Art von Orgel:Es bebt. Alles Apokalypse. Wenn sie ihre Orgel anwerfen.- Sie ist eine Sinfonie. Ein Sinfonie – Orchester. – Wenn sie beherrscht wird von einem guten Kantor ist sie ein Segen. Ja, sie macht erschaudern. Der Abgrund. – Z.B. LAZARUS DER ARME UND DER REICHE. – Klassenkampf. – Musik. Musik. Kreuzersonate. Auch Tolstoi weiss ein Lied davon zu singen. – Sie ist ein Segen, wenn die Gemeinde dabei nicht das Singen verlernt vor lauter Krach und Effekt. – Manche gehen in die Kirche wegen der Orgel. Andere genau deswegen nicht. „Ich fange dann immer an zu weinen.“ Therapie? – Sartre:“Ich glaube immer an Gott, wenn ich die Orgel höre.“- Also unsere Kleine Schucke-Orgel (Potsdam) erschüttert auch.. Aber in Massen und regt die Gemeinde an:ZUM SINGEN!!!

BEGRÜSSUNG
In Müggelheim, ein Dorf in Berlin, begrüßt – ganz synodal – ein Kirchenältester, eine Kirchenälteste die versammelte Gemeinde und wünscht ihr einen gesegneten Sonntag durch den Besuch des Gottesdienstes. Das ist sozusagen der weltliche Akt. Die eigentliche Begrüßung ist im Ablauf des Gottesdienstes in der Liturgie enthalten. In Preussen etwas anders als beispielsweise in luth. Thüringen oder Sachsen. Eigentlich ist die Liturgie eines protestantischen landeskirchlichen Gottesdienstes die DEUTSCHE MESSE NACH MARTIN LUTHER. Und noch eigentlicher ist es die göttliche Liturgie, wie sie in der Orthodoxie gefeiert wird. – Ich hatte lange Zeit einen für mich prägenden Amtsbruder, der in diesem Zusammenhang auf MOSE verwiesen hat. Ja, es ist die jüdisch-christliche Geschichte nicht nur des Abendlandes, sondern auch des OSTENS.

LIED
Noch einmal:Die evangelische Kirche ist zu Recht stolz darauf, eine singende Kirche zu sein. Nicht der KANTOR ist gemeint oder der LITURG, sondern die Gemeinde. Nicht umsonst fordert Luther dazu auf.Singen! Choräle. BACH. Oratorien.Nicht umsonst gibt die Pfarrerstochter Angela Merkel an, wenn sie nach dem Gottesdienst gefragt wird: „Das Wichtigste ist mir das Singen eines Chorals“. – Es ist gesund zu atmen, zu singen, in verschiedenen Tonarten. Mehrstimmig. – Oder einstimmig singen wie in einem revolutionären Gesang. Wie die Bauern, als sie ihre Rechte einforderten vor hunderten von Jahren – in der Reformationszeit. Und die Bürger auch. Das sind die Wurzeln des Protestantismus, die das zarte Pflänzchen – wie im Buch des JESAJA – hervorgebracht haben und immer wieder hervorbringen: Widerstehen in allen Babylonischen Gefangenschaften von Kirche und Gesellschaft. Da ist Trotz, jawohl. U n d FREUDE! – DA IST DAS DENNOCH! – Luther lässt grüßen

BITTE
Kyrie eleison. Kyros ist griechisch und heisst HERR. DER HERR. DER HERR CHRISTUS JESUS VOR DEM NIEDERFALLEN SOLLEN ALLE – WIE ES DER PREUSSISCHE KÖNIG AN DAS KUPPELRUND SEINES WIEDERERSTANDENEN SCHLOSSES IN BERLIN -MITTE HAT MALEN LASSEN. Nicht er ist der Herr, sondern ein anderer: Jesus allein. So ähnlich hat das Helmut Schmidt seinem deutschen Kollegen Erich Honecker in s verbale Stammbuch geschrieben, als sie sich trafen und über ein Weihnachtslied sprachen:Vom Himmel hoch da komm ich her…. „Es gibt einen HERRN über mir…“. In guter Tradition zu Gustav Heinemann: „Eure Herren kommen und gehen. Unser HERR kommt“. Ja, das ist protestantische Tradition, auf die ich stolz bin und ohne die ich nicht Dinge gemacht hätte in der DDR, für die laut STASIAKTE Zuchthaus stand. GOTT sei DANK kam die Revolution dem zuvor. WIR kamen dem zuvor. Zu erinnern an die FÜRBITTEN in der Wendezeit. Jetzt und heute und gestern und übermorgen. BITTE UND DANK! FÜRBITTE UND FÜRDANK! Nicht vergessen. Das gehört zusammen!
KYRIE UND LOBPREIS GEHÖREN ZUSAMMEN

HEILIGER GEIST
Die charismatische Weltbewegung hat dankenswerter Weise entdeckt, dass wir den GEIST vergessen haben neben der PERSON JESU CHRISTI UND NEBEM DEM ALLMÄCHTIGEN VATER, der den SOHN gezeugt hat und die Welt geschaffen hat als seine SCHÖPFUNG. Eigenartiger Weise sind die Charismatischen Kirchen die größten aller christlichen Denominationen geworden mit sitz im Leben in der Armut der Menschheit, in den Slums, in den Verkommenheiten von Drogen und sozialer Sklaverei. – Nun bitten wir den Heiligen Geist um den rechten glauben allermeist…Schlagen Sie das Evangelische Gesangbuich auf Nummer 124.
LESUNGEN
Der Apostel Paulus hat Briefe geschrieben und die anderen Apostel. Das sind Missionare, die Gemeinden gegründet haben. Und die mussten zusammengehalten werden. Verbunden werden. Z.B. durch Briefe, die in den Versammlungen vorgelesen wurden, in den Gottesdiensten. Bis auf den heutigen Tag. Der Brief – die Grundlage aller Bildung, die auf ein Ergebnis zielt. Die Entstehung der Kirche Jesu Christi. Dazu dann das Evangelium, die Geschichte des Jesus von Nazareth, seine Predigten und Streitgespräche mit den Pharisäern, seine Heilungen von Menschen, die krank zu ihm gekommen sind. Oder solche, die von Krankheiten in ihrem zu Hause berichtet haben.
„Und es jammerte ihn.“
Sein Leidensweg bis zum Kreuz. Seine Auferstehung und Himmelfahrt. Die Evangelien sind die Gründungsakte des Christlichen Glaubens. Daran werden wir in der Lesung des Evangeliums im Gottesdienst erinnert.
Es können sogar drei Lesungen im Gottresdienst vorkommen. Auch eine Geschichte oder Aussage aus dem sogenannten Alten Testament Gottes für sein Volk. Wir Modernen werden auch sagen:Das erste Testament. Wenn es ein ERSTES gibt, gibt es mit Sicherheit ein WEITERES: Das Neue Testament mit den vier Evangelien, die Apostelgeschichte als Ausbreitungsgeschichte des Christentums und der Entstehung der Christlichen Kirche in Asien und Europa, die Briefe der Apostel und die Offenbarung des Johannes, das prphetische Buch des NT.
Konkret: „Nimm und lies!“- S. die Lebensgeschichte des Kirchenvaters Augustin von Hippo, ein Afrikaner aus dem weißen Afrika. – Lies – wie er – die Geschichte von der K I, der Künstlichen Intelligenz. Es ist die Geschichte des Turmbaus zu Babel. Lies dazu die erste Enzyklica des jetzigen Papstes LEO (Augustiner).
Lies diese beiden Ur-Geschichten. Der Turmbau in Genesis(1. Mosebuch im Altes Testament). und Acta, (Apostelgeschichte 2, im Neuen Testament ). Die erste erklärt, warum wir so sind, wie wir sind. Die andere begründet die Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen. Beide Geschichten sind immer gegenwärtig. Das müssen wir aushalten.
UND UM SEINEN GEIST FLEHEN.
Und aus den Abschiedsreden(Johannesevangelium ab Kapitel 13), die Jesus gehalten hat, damit seine Jünger nicht unvorbereitet in diese Zeit gehen: Kreuz und Auferstehung des Christus, an den sie glauben und den sie bezeugen werden um mit ihm gekreuzigt und auferstehen werden zu Neuem Leben.
Wie ihr HERR.
Es sind diese Abschiedsreden, die von dem Geist handeln, weswegen wir uns erinnern und Pfingsten feiern wollen.
Es sind diese so genannten Abschiedsreden: Die von dem Geist handeln, der uns tröstet und stärkt. Der uns überwinden läßt.
Wir werden überwinden!“
BITTE GEBET UND FÜRBITTE NACH TAIZE`
Hier soll Taize extra erwähnt werden, weil es den Gottesdienst bereichert. Das Gebet ist im Gesangbuch zu finden. Die Köpenicker Gemeinde fuhr bis dato jedes Jahr einmal mit einem Bus nach Taize, um dort in Südfrankreich zu singen, zu beten und zu üben:
DEN LOBPREIS DES HERRN. Und das gemeinsame Leben.
Ich selber war noch nicht dort, habe aber in der Jugendarbeit viel Anregungen erhalten, die auf Taize` zurückzuführen sind. Meine wichtigste spirituelle Reise war die Reise in das ATHOSGEBIRGE zu den Mönchen. Ein Mathmatiker hatte mich dazu eingeladen.
Bitte nicht vergessen die Lieder aufzuschlagen, die im Programm angezeigt werden. Nach dem CREDO, nach der PREDIGT, nach den ABKÜNDIGUNGEN(Infos für das Gemeindeleben) werden Lieder ausgesucht. Entweder vom Pfarrer/Pfarrerin/Lektor/Lektorin. Oder vom KANTOR, der Organistin in unserem Fall. Nach dem Abendmahl.
ABENDMAHL
…ist die Eucharistie. Eu heißt gut (gr.).Charis ist die Gabe. Christus selber ist die Gabe, die uns Gott gibt, damit wir leben können. Die GUTE GABE GOTTES IST CHRISTUS. Das Abendmahl ist HEILEIG. Darum heisst es: DAS HEILIGE ABENDMAHL. Lateinsich – sakral. Das Heilige Abvendmahl ist das Sakrament des WIR. Der Gemeinde Jesus Christi also. Das andere Sakrament in der evangelischen Kirche ist das Sakrament des ICH.“Ich habe Dich erlöst und bei Deinem Namen gerufen!“ Spricht der HERR ZEBAOTH. ES IST DIE HEILIGE TAUFE. Die Taufe wird in gewisser Weise wiederholt, wenn Kinder, die getauft sind, zur Kommunion gehen bezw. – in der Evangelischen Kirche – zu KONFIRMATION. Wir haben in meiner Dienstzeit in Thüringen genau deshalb als Höhepunkt des Konfirmationsgottesdienstes eben dieses Pfingstlied auch und gerade gesungen: NUN BITTEN WIR DEN HEILIGEN GEIST UM DEN RECHTEN GLAUBEN ALLERMEIST. Vor der Handauflegung und dem Zuspruch mit dem Konfirmaitonsspruch für das ganze Leben. Pfingsten ist die Bitte umd diesen Geist, dasser uns führe und leite. Die Taufe wird gewissermassen versiegelt- nach meinem Verständnis – in der Konfirmation. Dass sie Segen bringt für jeden Einzelnen, jede Einzelne, die/der vor den Altar tritt zur Einsegnung – wie in der unierten Kirche(Preussen) die Konfirmaition genannt wird. Eigenlich könnte dieses Lied, dieses Pfingstlied, dies Bitte von der Gemeinde gesungen werden zu allen Anlässen (Kasualien): Hochzeit, auch Beerdigung. Habe ich auch schon erlebt.
SEGEN
Nach dem Segen im „preussischen“ Gottesdienst singt die Gemeinde AMEN AMEN AMEN. Das walte Gott, es werde wahr. SIe bestätigt den Aronitischen Segen, der aus der Zeit de MOSE stammt und uns widerum verbindet mit der Geschichte Gottes mit seinem VOLK ISRAEL.
Da kann man nur in Jubel ausbrechen mit Zimbelstern und Orgelklang, mit Gitarren oder Schifflerklavier, mit unseren schönen Chorälen. Mit den Chören auf der Empore oder vor dem Altar. Ich wünsche Euch Gottesdienste, die Euch ein Fenster zum Himmel auftun.Damit Ihr immer wieder Fuss fasst für alles Gute, was ihr vorhabt in Eurem Leben. Für Eure Ziele und Aufgaben.
NIMM UND LIES HANDEL !

ZAHLEN
Ihr seht auf dem Programmzettel viele Zahlen. Das sind die Nummern für das Evangelische Gesangbuch, aus dem die Gemeinden singen. Hinter den Nummern noch einmal Zahl und Strich und Zahl. Das sind die Versangaben, denn viele Lieder habe so viele Strophen, dass gar nicht alle Verse oder auch Strophen gesungen werden können. Dazu sind die Gottesdienste zu kurz. Jedenfalls in der Regel.
Aber nicht nur das Gesangbuch, sondern auch die Bibel ist gegliedert durch Zahlen in den einzeln Büchern und Kapiteln. Das ist die Leistung der Mönche durch die Jahrhunderte, denen wir die Gestalt der Bibel in den heutigen Ausgaben verdanken.
Ich rede nicht von den Übersetzungen, sondern von den Texten wie sie auf uns gekommen sind aus dem Griechischen, dem Hebräischen und dem Lateinischen.
Die Übersetzung in unsere Sprache verdanken wir Dr. Martin Luther. Er hat den Anstoß dazu gegeben, dass alle, auch diejenigen, die nicht griechisch, lateinisch oder hebräisch gelernt haben, die Bibel lesen können. – NIMM UND LIES!
Wir können durch die Zahlenangabe jede Zeile, jedes Kapitel, jeden Vers – sagen wir – angeben. Du kannst Wettspiele veranstalten, wer zuerst eine Angabe mit Zahlen findet. Sie muss dann natürlich inhaltlich stimmen. Konfirmanden machen so etwas weltmeisterlich gerne – und siegen!

Michael Wohlfarth, Pfarrer i.R., Berlin-Müggelheim, Erwachsenenbildner und Gründer der Altenburger Akademie – Offene Kirche (1988), Gründungspfarrer des Christlichen Spalatingymnasiums Altenburg.
Die Fotos gehören dem Verfasser:Raum der Stille, DRK-Krankenhaus; Winterbild Thonhausen, Foto Edgar Nönnig; Glockenweihe Altenburg/Brüderkirche, Förderverein; Orgel, Kirchspiel Stepfershausen/Rhön: Herpf; Mittagsgebet Brüderkirche Altenburg, Geschenk zum Abschied von Schola; Foto von Günter Schade, Kantorei Köpenick; Vor der Dorfkirche in B. – Müggelheim, aufgestellter Friedensstein (Umweltkreis); Schaukasten Kirchengemeinde B.- Grünau; Rügen – Landschaft; Aufstieg ATHOS; Mein Kleingarten in Zschortau bei Leipzig (2012 – 2023). – Beitragsbild: Reise nach Israel, auf den Spuren des Jesus von Nazareth.

Das sind schöne und zugleich sehr zeitgemässe Worte. Besonders stimmungsvoll würden sie durch eine Sängerin ergänzt werden, die zwischendurch Gebete oder spirituelle Lieder vorträgt und damit die Botschaft musikalisch untermalt.