12.März

Der Sonntag heißt OCULI nach dem Psalm 25, Vers 15:

Meine Augen schauen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netz ziehen.

Es ist der 3. Sonntag in der Passionszeit.

Hier die Predigt, gehalten im 10.00 Uhr-Abendmahls-Gottesdienst in Berlin Müggelheim, Dorfkirche.

DER GLAUBE KOMMT AUS DEM HÖREN AUF GOTTES WORT. Gelernt in meinem ersten Konvent, Schmölln – Thonhausen von 1975 bis 1988 (Kreisjugendpfarrer von 1977 bis 1984).Begleitung durch den Staatsicherheitsdienst von Anfang an. Belegt durch die Leipziger Akte „Vermittler“. OPK-Operative Personenkontrolle, 500 Seiten,

mit freundlichen Grüßen

Margard und Michael Wohlfarth

Ohne Titel

Gestern Weltgebetstag der Frauen

Weisheit das Stichwort für die Gebete aus Taiwan

Unser Garten vor 10 Jahren

Unsere Liebe zu Rußland. Dort schaufel die Priester der Othodoxen Kirche nicht mehr ihr Grab. Mußten es schaufeln nach der Großen Sozialistischen Oktober Revolution. Dort scheinen die Kuppeln golden und die Kirchen werden nicht mehr umgestaltet in Pferdeställe und Lagerräume – wenn nicht Schlimmeres: Als Reservoir für Steine, wenn ich bauen will.

Bauen hieß auf deutsch in der Lutherzeit b a w – das ist: ICH BIN.

Unsere Dankbarkeit gegenüber diesem Land. Es hat Gorbatschow hervorgebracht mit seiner Larissa. Er hat zugestimmt, dass Deutschland wieder eine Nation wird. Ihm verdanken wir es: GORBI,GORBI – haben wir gerufen, damit nicht geschossen wird auf dem Leipziger Ring. Unserem MEIDAN im Herbst und im Frühjahr der Jahre 1989 und 1990.

Ihm ist versprochen worden, dass Rußland dadurch keinen Schaden nimmt.

Ich bin unter den Linden gewesen nach dem Tod der englischen Königin Elisabeth der II. als ich hörte: MICHAIL GORBATSCHOW ist eingeschlafen und die russische Botschaft hat ein Buch ausgelegt zum Kondolieren. Der Botschafter hat sich gefreut, dass so viel gekommen sind. Mir hat er einen Stuhl in seinem Palast angeboten bis ich an der Reihe war, mich an den Schreibtisch zu setzen mit dem riesigen sowjetischen Glasfenster vor Augen: DER KREML mit seinen Türmen und Kirchen. Dort habe ich mich bedankt bei MICHAEL GORBATSCHOW, ein Werkzeug Gottes für uns – wie manche Herrscher im Alten Testament.

Das erste Mal nach unserem Umzug nach Müggelheim, einem Wildschweindorf im äussersten Südosten Berlins, waren wir zu Sylvester 2007 am Brandenburger Tor.-An einem 3. Oktober sind wir dorthin gegangen und waren schwer beleidigt, wie man dort den Tag der Deutschen Einheit begeht. -Gefeiert? –

Auch an einem 1. Mai und an „Einem Tag für das Leben“. – Charli hebdo in den Farben der Trikolore haben wir dort gehört und gesehen.

Wutbürger?

Wasserfarben

1.

Die Ausstellung in der Alten Schule – erinnere ich mich – in dem Berliner Dorf Müggelheim, neulich.

Einem Dorf in der Mark Brandenburg damals.

Als es Napoleon nicht gefunden hat.

Als seine Soldaten ernährt werden mussten wie heute in der Ukraine, als die Truppen vorrückten.

Vor einem Jahr.

Die von Russland auf alle Fälle, weiß ich noch. Aus den offiziellen Medien, als der Krieg angeblich begann, besser: sich ausweitete außerhalb der Industrie im Osten des Landes.

Vor einem Jahr.

2.

Zu Hause die Bilder der Pröbstin. Auf Karten zum Verschreiben und Verschicken. Format Große Briefe.

3.

ZEICHENSTUNDE in der Wasserstadt. Im Ostteil der Stadt, hätte früher der RIAS verkündet, wenn er hetzte und über Köpenick sprach.

4.

Berlin. Berlin. Berlin. Friedensstadt?

Heute die Käßmanns und andere vor dem Brandenburger Tor.

Frieden schaffen ohne Waffen.

Gestern das Gegenteil: Waffen für den Frieden.

Der Frieden muss bewaffnet sein.

Wasser, Wasser, Wasser auf die Mühlen der Ströme.

Die Wasserfarbe ist Rot.

5.

Sie münden in den Don.

In das Asowsche Meer.

6.

Der Stille Don.

Die Kosaken.

Die Roten und die Weißen.

Die Bolschewiki und die Menschewiki.

Die Liebesgeschichten quer front und nicht quer sex.

Sie haben uns erschüttert.

Und jetzt?

7.

Lenin hat die Freikirchler geschützt, weil er die Aufklärung mochte und die USA liebte.

Und Russland hasste?

Und Chruschtschow?

Im Überschwang der Gefühle die Krim an Kiew?

Und die Schuhe wie Araber in die Hände und auf den Tisch.

Verachtung und Spott in der großen Stadt New York in seiner Schulbank:

UNO-Hauptquartier.

8.

Er war ja selber ein ukrainischer Bauer, der allzu gut wusste, was Stalin tat.

9.

Napoleon hat Müggelheim nicht gefunden als Ernährungsgrundlage für seine Soldaten.

Andere schon.

Wir den Mugel.

Die Grabstätte der Spreewanen.

Der herrliche Müggelberg und der herrliche Müggelsee haben es ihnen angetan.

Das Stromland zwischen Dahme und Spree.

Alle Seen sind Flüsse und alle Flüsse sind Seen.

Kein Stausee. Hier geht etwas ineinander über wie Wasserfarben.

Aquarell.

Wir freuen uns,

dass Anja den Preis bekommen und hochkarätig verdient hat. – Wer sonst? – Und ihr Mann gleich mit, der seit der Gründung der Schule mit Dr. Inge Tiez – Matuszak und Birgit Kriesche (1.Direktorin, zur Zeit Sabbatjahr) den sehr wichtigen Posten des Hausmeisters übernommen hat, den Aufbau der Bibliothek mit einer reichen Auswahl reformatorischer Schriften (Sponsoring: Protestanten – Verein Niederlande) durchgestanden hat, die Errichtung der großzügigen MENSA und – den ganz gewöhnlichen Schulalltag! – Auf dem Bild Herr Eberl, zuständig für alles, was Schule in der Mitteldeutschen Kirche angeht (mitteldeutsche Schulstiftung in der EKM) und die derzeitige Direktorin, Frau Sabine Ulrich, ehemals Leipzig.

Es ist der 2. Preis, den das Gymnasium in Bezug auf das christlich-jüdische Verhältnis bekommt. Der erste Preis war ein Filmpreis aus Bayern, der die alte jüdische Stadt Altenburg aufgespürt hat mit ihrem Gebetshaus ( Tiez-Matuszak, Historikerin, Deutschlehrerin, jetzt wohlverdienter Ruhestand).

Mit freundlichen Grüßen die Ehrenmitglieder im Vorstand des Fördervereins

Michael Wohlfarth, Gründerpfarrer der Schule (Altenburger Akademie – Arbeitsgemeinschaft Schule)

Margard Wohlfarth, Pfarrfrau: „Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht.

Und was er macht, das gerät wohl.“ (Psalm 1 – 3)

Dieser Psalmvorschlag ist zum Gründungsgebet der Schule geworden und der BAUM zu einem ihrer Symbole.

S. dazu „Rede vom Baum“ AUF DEM WEGE, epubli berlin. Die Rede wurde zur Eröffnungspredigt der Schule am 12.August 2001.

S. a. Internetauftritt Christliches Spalatingymnasium in Altenburg/ Thüringen.

Besonders die Tafeln zur Geschichte der Schule.

Brief-

Gefäße des Zorns.

Liebe Schwestern und Brüder,

ich bin durch eine Veranstaltung in der Katholischen Akademie Berlin (Hannoversche Straße) dem Philosophen Peter Sloterdijk begegnet, der mich veranlasste, näher hinzuschauen, was der so macht, tut und lässt im main stream der Zeit.

Da sind: „Die Götter, die wir riefen – Den Himmel zum Sprechen bringen“, rezensiert von einem Focus – Journalist anno 2020. Also zu Beginn der Pandemie Covid 19 weltweit.

Weit vorher und auch zitiert in meiner Erinnerung von ihm in dem Thomas von Aquin – Haus: „Zorn und Zeit.“

Es ist nicht gut, wenn man nur im innerkirchlichen Dialog bleibt und nicht mehr auf die Äußerungen von außen achtet, z. Beispiel auf den Hinweis, dass es neben der Lieb gottes auch den Zorn Gottes gibt. Jedenfalls in Sloterdijks Wahrnehmungen und sicher auch anderer.

In meiner Erinnerung am eindrücklichsten zu diesem Thema außerkirchlich der Film „Der Zorn Gottes“. Mit Klaus Kinski in der Hauptrolle. Verstörend in der Konsequenz eines Befehlshaber in den kolonialen Zeiten Südamerikas.

Unser Eindruck: Wenn wir an die Grenzen der Vernunft stoßen oder an das, was wir vernünftig nennen, fällt uns ein, dass es Worte gibt, die wir meinten vergessen zu können: Das Wort der Bibel. In Wendezeiten ist das besonders so. In Katastrophenzeiten: Biblische Dimensionen hören wir dann. Lesen wir dann. Sagen wir selber. Und das ist nicht gewollt, sondern naturgemäß. Oder Apokalypse.

Es war sicher schon immer so.

Ich komme aus einer Tradition, die lutherisch ist und auf Bildung großen Wert legt. Nicht so sehr auf Ideologie. Ja, ich glaube sogar mit Meister Eckardt aus Thüringen/Erfurt, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen tiefer Frömmigkeit und Bildung. Aus diesem Grund habe ich mit meiner Frau und einigen engagierten Gemeindegliedern 1988 die Altenburger Akademie gegründet mit den schönen Titeln: Weltbild, Gottesbild, Menschenbild. Wohl wissend, dass es sola fide ist, der Glaube, der uns trägt und geschenkt wird, wenn wir darum bitten. Aber durch die Gründung eines Gymnasiums haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir uns sehr wohl auch ein Bild machen müssen, eine WELTANSCHAUUNG haben müssen, wen wir konstruktiv etwas aufbauen wollen. Um so mehr in einer post-sozialistischen Jugendweihe – Gesellschaft.

Sloterdijk beschreibt Menschenbilder und bringt dabei den Leser zu der Erkenntnis, dass das Menschenbild mit dem Gottesbild sehr eng zusammen hängt. Und schon daraus ergibt sich sich dann ein bestimmtes Weltbild.

Und wenn es dann um den Gott geht des Ersten Testamentes und des Zweiten Testamentes, fragen wir zu recht: Ist das wirklich unser Weltbild. Müssen wir fragen oder ignorieren.

Deswegen haben wir einen Gemeindeabend zu diesem Thema angeregt und auch durchgeführt.

Wenn es Sie interessiert rufen Sie auf – wie die Besucher dieses Abend – was die Stellenangeben der Bibel für Sie dabei hergeben z. B. in den Fragen des Paulus.

Sind das denn unsere Fragen?

Schreiben Sie, falls Sie Fragen dazu haben an michael.wohlfarth@t-online.de

Eigentlich kann man nur gemeinsame Antworten finden auf die Frage nach Gnade und Barmherzigkeit. Denn genau darin ist auch die Frage nach dem Zorn Gottes eingeschlossen und seiner Herrlichkeit.

NIMM UND LIES!

El Roi-

EL gleich GOTT, der mich sieht.

Meine Frau erzählte mir, dass ein Herr gar nicht bestätigen wollte, dass Gott ihn sieht, wie das die Jahreslosung für dieses Jahr in der Evangelischen Kirche sozusagen ausgelost hat. Er könne es nicht. Er muss seine Frau pflegen und das ginge bis an die Grenze seiner Kräfte. Ich muss zugeben, mir gefällt dieses Wort auch nicht besonders: Du bist ein Gott, der mich sieht aus dem 1. Buch Mose. Ich denke da zu erst an den Struwelpeter und an die Frau Mama, die dem Konrad einschärft, brav zu sein und kein Unheil anzurichten. Sie sei dann wohl einmal weg.

Konrad richtet Unheil an.

Die Daumen sind weg.

Er soll fromm sein, steht da auch bei Heinrich Hoffmann in seinem super Buch.

Noch frommer ein Bild, welches mir nicht aus dem Gedächtnis geht: Ein Kind in der Stube, die abgeschlossen ist und ein DREIECK über dem Ganzen.

Das Auge Gottes.

„Gott sieht alles“ – aber der Nachbar sieht mehr, spotten de Erzgebirgler.

Leider fallen mir zuerst diese Bilder und Storys ein, wenn ich die Abstraktionen dazu sehe auf den Plakaten.

Manche jedenfalls.

Sicher sieht Gott alles.

Aber solch ein Spruch aus dem Zusammenhang gerissen, kann nach hinten los gehen.

Ist er eigentlich tröstlich gemeint. Darum ging es ja wohl im Gemeindeabend, von dem meine Frau erzählt hat. Ich meine nicht. Deshalb muss man die ganze HAGAR – ISMAEL – ABRAM – SARAI – Geschichte lesen. Ein ganzes Kapitel des 1. Buches Mose. Das Sechzehnte.

Wir haben es jetzt in einem Gottesdienst versucht.

Nimm und lies!

BRIEF

betr. Cöpenicker Zeichenstunde

Liebe Leser, der Titel „Cöpenicker Zeichenstunde“ stammt nicht von mir, sondern ist eine Erfindung einer Zeichen- und Malgruppe in Köpenick (Berlin), deren Gründerinnen sich nach einem Workshop zusammen gefunden hatten.

Und sich vorgenommen haben sich weiterhin und regelmäßig zu treffen, um – ja- zu malen und zu zeichnen in welcher Form und an welchem Ort auch immer.

Auch eine Kunstlehrerin ist dabei, Anni Kaufhold.

Sie hat den INPUT gegeben, weil sie in der Mittelpunktsbibliothek Berlin-Köpenick am Alten Markt den Vortrag gehalten hat: Über wissenschaftliches Zeichnen. Im Rahmen ihrer Ausstellung „Pferde und andere Gefährten“.

18. Mai 2019 von 11 – 13.00 Uhr.

Einige begeisterte Teilnehmerinnen haben also den Workshop einfach nur weitergeführt zusammen mit Anni Kaufhold . Sie pädagogisiert aber nicht, sondern ist „einfach nur dabei als jemand, der auch gerne zeichnet“ – sagt sie.

Jeden Sonnabend von 11 bis 13.00 Uhr. Bis heute.

Jeder zeichnet, was ihm wichtig ist. Sie wollten nicht zu Hause malen, sondern so, dass man es sich gegenseitig sofort anschauen kann.

Der Shop heißt inzwischen „Cöpenicker Zeichenstunde“.

Sie haben die Pandemie überstanden, indem sie draußen gemalt haben: Köpenick, Berlin und Umgebung.

Nun haben sie das 2. Mal ausgestellt und die Vernissage fand am vergangenen Freitag statt.

Wo?

In der Bibliothek am Alten Markt in Köpenick.

Nicole Schade-Kohnert sprach mich an, ob ich mir vorstellen kann, eine Laudatio zu spendieren. Sie hat auch C. besorgt, eine ehemalige Mitschülerin, die auch Lehrerin ist: Musiklehrerin – Frederik Chopin. Melancholie pur. – Die Laudatio können Sie aufrufen. Chopin: legen Sie ein Platte dazu auf.

Und: Sie können sich die Ausstellung ansehen vom 11. Februar bis zum 1. April 2023 zu den Öffnungszeiten der Bibliothek.

Jeden Tag. Mittwoch nur am Nachmittag. Sonnabend vormittags

Viel Spass mit der CÖPENICKER ZEICHENSTUNDE. Doppelstunde.

Übrigens können Sie gerne dazukommen.

Jeder, Jede ist eingeladen, die/der gerne zeichnet.

Inzwischen ist auch ein Mann dazugekommen.

Bringen Sie Buntstifte mit, Ihr Malzeug.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Wohlfarth, Pfr. i. R.

Das Licht der Vernunft, christliche Aufklärung.

„Die Vernunft ist eine von Gott geheiligte.“

„Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre Eure Herzen und Sinne.“

Der letzte Sonntag im Januar ist der Bibelsonntag.

In meiner letzten Pfarrstelle in Altenburg/Thüringen haben wir die Bibel à la Peter Hertzsch+ in die Brüderkirche am Markt hineingetragen. Ein besonderes Stück: es war die Bibel, die Georg Spalatin Luther auf die Wartburg geschickt hat, weil er ihn darum gebeten hatte als Junker Jörg, der dort oben die Bibel in die deutsche Sprache übersetzte und auf Hilfe von außen angewiesen war. – Diese Bibel wurde im Rathaus der Stadt aufbewahrt.

In den 90iger Jahren ging das ohne große Sicherheitsvorkehrungen. Die Einheit Deutschland war noch nicht so weit vorangeschritten – jedenfalls nicht im Detail.

Jetzt befindet sie sich in einem „Sicherheitstrakt“, bewacht durch Museologen.

Ja, das Osterland/Altenburger Land war Europa und Altenburg eine Stadt des Mittelalters.

Erst danach wurde sie Industriestadt, in der Textilien hergestellt wurden. Hauptstadt des Uranbergbaus und Braunkohleabbaus. Sie „strahlt“ noch heute, wenn man so will.

Der Bibelsonntag in diesem Jahr ist auch der so genannte Verklärungssonntag. Das Matthäusevangelium erzählt die Geschichte von der Wanderung Jesu mit dreien seiner Jünger auf einen Berg, den Verklärungsberg (Führer einer Reisegruppe in Israel).

Dort ereilt sie das Gesicht einer eigenartigen Trinität: MOSE, ELIA, JESUS.

Scheinbar sind sie im Gespräch.

Aber noch mehr: Sie hören eine Stimme.

„Dies ist meine lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Auf den sollt ihr hören!“

Eine lichte Wolke, wie auf dem Sinai, wo Mose Gott nicht sehen durfte.

Zum Evangelium ist unbedingt der Korintherbrief zu lesen mit den Erfahrungen des Apostels im vierten Kapitel: „Wir werden verfolgt, aber wie ängstigen uns nicht.“

Paulus, der auch das Licht seiner Heimsuchung erst schrecklich, dann verheissungvoll erleben musste auf seinem Irrweg nach Damaskus. Er kehrte um und es wurde ein Weg der Mission für den, dem er begegnet war: JESUS.

Ebenso ist auf den brennenden Dornbusch hinzuweisen. Schlechthin die Beispielgeschichte der Offenbarung Gottes für Israel und die Welt. Im 2. Buch Mose, Kapitel 3, wo Mose im Familienbetrieb seines Schwiegervaters Jethro im Gebirge die Schafe hütet und den Busch brennen sieht und ihm eine Stimme sagt: Zieh die Schuhe aus. Dieser Boden ist heilig. Er tut es und erfährt den Gott Israels, der sein Volk nicht im Stich lassen will und einen Leader sucht, der es aus Ägypten führt in ein Land, das JHWH im zeigen wird.- Der Busch, der brennt und nicht verbrennt.

Feuer.

Zum Schluss möchte ich noch hinweisen auf unser sehr schönes Buch „Auf dem Wege“, herausgegeben von Margard und Michael Wohlfarth, Satz von Günter Schade bei epubli Berlin. Dort ist die Predigt, gehalten am 8.Februar 2014 in der Friedenskirche zu Niederschöneweide (Berlin), auch zum Fest der Verklärung zu finden:

Mit Blick gewissermaßen auf „mein Fenster“ in der Brüderkirche Altenburg in Thüringen, meiner letzten Dienstkirche, gegenüber der Kanzel: VERKLÄRUNG CHRISTI.

Zum selben Text.

Also vor neun Jahren.

Noch keine KRIM, aber schon MAIDAN und DONBASS.

Krieg, Bürgerkrieg. Bruderkrieg: Unser Freund JURI aus Tscherkassy (mitten in der Ukraine/noch Sowjetunion/Sommer 1989),- er Russe, seine Frau Ukrainerin – hat mir damals gesagt: Michael, es wird hier einen schlimmen Bürgerkrieg geben. Ich habe Juri nicht verstanden. Beziehungsweise im August 89 falsch verstanden.

Jetzt verstehe ich ihn.

Ich ehre sein Andenken.

Wir glaubten alles müsse sich so drehen, wie bei uns: Leipzig, Friedensgebete, erste Demonstrationen.

Nein, er hat genau die andere Dimension gemeint: Nation, Ost gegen West, Rom gegen Moskau. Der Hintergrund war uns ziemlich neu. Als Untergrund erschien er uns eher als SUMPF. –

Alle Völker haben ihre eigene Geschichte.

GOTT SEI DANK GIBT ES ABER AUCH DIE EINE GESCHICHTE.

DIE GESCHICHTE GOTTES MIT UNS.

Bitten wir, das er uns gnädig sei.

ADIEU-SHALOM

S. a. Michael Wohlfarths BLOG

VERKLÄRUNG oder…/26.1.22 /

Predigt vom 30.01.2022 Stadtkirche Köpenick

ebenfalls mit Anzeige des gerade erschienen Buches in bearbeiteter Auflage s.o.